Termine

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06.03.
18:30
Maschinistentreffen

Es gibt Arbeiten an den Fahrzeugen, Geräten, Atemschutzmasken und dem Funkraum.

Jede helfende Hand ist gerne gesehen!

 
12.03.
08:00
Übung
Ort:

Gerätehaus

Thema:

Übung

 
24.03.
19:00
Übung
Ort:

Gerätehaus

Thema:

Übung

 
07.04.
19:00
Übung
Ort:

Gerätehaus

Thema:

Übung

 

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Chronik der Jugendfeuerwehr

Es war Anfang der 90er Jahre, als sich die personelle Situation der Wehr zuspitzte.
Werbeaktionen und Infoveranstaltungen hatten vereinzelt zum Erfolg geführt.
Dies reichte jedoch nicht aus, den Nachwuchsbedarf, der durch alters- oder krankheitsbedingtem Ausscheiden vieler Kameraden aus der Einsatzabteilung entstanden war, zu decken.
So entschied sich der Feuerwehrausschuss unter der Leitung von Kommandant Reiner Hertel 1992 zur Gründung einer Jugendfeuerwehr. Die Gründungsveranstaltung fand am 23.03.1992 im Unterrichtsraum der Feuerwehr statt. 22 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren waren gekommen.
In den Folgemonaten wurde eine Jugendfeuerwehr in Wilhelmsfeld aufgebaut und ausgestattet. Erster Jugendfeuerwehrwart war Helmut Flicker, der die Jugendfeuerwehr mit Hilfe verschiedener und gelegentlich wechselnder Helfer die folgenden Jahre führen sollte.

1993 veranstaltete man das erste Zeltlager auf einer Wiese im Schriesheimer Tal. Damals noch alleine, probte man um im Folgejahr 1994 zum ersten Mal am Bereichszeltlager in Eberbach teilzunehmen.
Vielen, die im Schriesheimer Tal dabei waren, ist die "Schlammschlacht" in Folge von starkem Regen noch lebhaft in Erinnerung.
Aber auch das erste Bereichszeltlager 1994 blieb in Erinnerung, als die "Großen" nach dem Abendappell vorn ins Zelt einliefen und durch den hinteren Ausgang abrückten, was von Reiner Hertel mit Erschrecken festgestellt, jedoch mit Humor aufgenommen wurde.
Ab 1994 nahm man dann immer an dem 2-jährig stattfindenden Bereichszeltlager teil.

1995 konnte man die Wache Nord der Berufsfeuerwehr Mannheim besichtigen.

Im Dezember 1995 war es schließlich soweit. Mit Markus Backfisch wechselte das erste Jugendfeuerwehrmitglied in die Reihen der aktiven Feuerwehrkameraden.
Ende 1996 sollte eine größere Gruppe folgen. Um die scheidenden Mitglieder zu verabschieden entschied man sich im Sommer einen großen Ausflug zu machen. Auch Markus Backfisch durfte daran teilnehmen.
Mit dem Zug ging es nach München, wo man ein tolles Wochenende verbrachte.
Geprägt war der Ausflug von viel Spaß und Teamgeist, welcher von zwei namentlich noch bekannten Jugendfeuerwehrmitgliedern mit viel Blödsinn im Kopf auf eine harte Probe gestellt wurde.
Kommandant Reiner Hertel konnte gerade noch schlimmeres verhindern.
Ab diesem Jahr machte man alle paar Jahre im Dezember einen Wochenendausflug in den Hunsrück zur Verabschiedung der scheidenden Mitglieder. München blieb jedoch bis heute unerreicht.

Bei einer Waldputzaktion wurde im selben Jahr an einem Samstagvormittag säckeweise Müll eingesammelt und von der Gemeinde entsorgt.

Im Dezember 1996 wechselte schließlich die erste Frau in die Einsatzabteilung. Dina Hartmann verließ die Jugendfeuerwehr, um in der "Männertruppe Fuß zu fassen.

Während des gemütlichen Beisammensitzens nach der Christbaumaktion im Januar 1997 gelang es Kommandant Hertel, Markus Backfisch als stellvertretenden Jugendwart zu gewinnen. So war das Jahr 1997 von einem Generationenwechsel in der Jugendfeuerwehr geprägt.
Nach und nach nahm Markus Backfisch immer mehr Aufgabe Helmut Flicker ab und wurde zum folgenden Jahreswechsel neuer Jugendfeuerwehrwart. Sein Stellvertreter wurde Thomas Döringer.
Dieses Duo sollte die Geschicke der Jugend über viele Jahre hinweg leiten.

1997/98 kam der Wunsch auf, eine Disco zu veranstalten. So fand im Februar 1998 mit tatkräftiger Unterstützung der Aktiven eine legendäre Disco in der Odenwaldhalle statt.
Für Musik und Beleuchtung wurde Michael Junghans "Music Transmission" beauftragt.
1999 kam Martin Grauf als Helfer hinzu, der die Wehr jedoch bereits Ende 2001 wieder verließ.

Das 10-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Wilhelmsfeld wurde mit einer Feier am 20.07.2002 gefeiert.
Am Vormittag wurde eine Ortrallye für die Jugendfeuerwehren des Bereiches 4 durchgeführt.
Da die alten Jugendfeuerwehruniformen nach 10 Jahren hatten ausgedient hatten, wurde auf Initiative von Markus Backfisch neue, zeitgemäßere Bekleidung angeschafft. Die ersten Uniformen wurden von Bürgermeister Hans Zellner symbolisch am Mittag an Jugendfeuerwehr übergeben.
Abends wurde dann die erste Wilhelmsfelder Schaumparts gefeiert, zu welcher auch alle ehemaligen Mitglieder eingeladen waren. In den Folgejahren sollte eine weitere Schaumparty folgen.
Im weiteren Verlauf des Jahres 2002 verstärkte Dina Hartmann das Team der Jugendbetreuer.

2003 bekam die Feuerwehr Wilhelmsfeld einen eigenen Internetauftritt. Der erste Bericht der Jugendfeuerwehr schrieb Tanja Löser.
Im Rahmen einer Übung im Ortteil Neumühle waren auf der Wiese in Richtung Wilhelmsfeld-Unterdorf 2 schwache und verängstigte Rehkitze gefunden worden, deren Mutter am Tag zuvor auf der angrenzenden L536 von einem Auto überfahren worden war.
Die gesamte Wiese wurde gründlich abgesucht und die Kitze dem Förster übergeben.
Im selben Jahr machte man einen Ausflug in den Europa-Park nach Rust.

2005 bereite man sich zum ersten Mal auf die Abnahme der Jugendflamme Stufe 1.1 vor, welche am 13.06.05 zum ersten Mal stattfand. Der Kommandant wachte mit Argusaugen darüber, dass alle nötigen Schritte korrekt ausgeführt wurden. Die feierliche Übergabe der Abzeichen übernahm Bürgermeister Zellner an der Hauptübung am 08.07.05. Max Peters, Christian Wernz, Andreas Reinhard, Tanja Löser sowie Mirco und Jens Helfrich bekamen das Abzeichen unter Applaus überreichen.
Anschließend wurde Helmut Flicker für seine jahrelange Tätigkeit als Jugendfeuerwehrwart mit der Ehrenmedaille der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar ausgezeichnet.

Beim Bereichszeltlager 2006 war man sportlich überaus erfolgreich.
Während es beim Fußballturnier nicht ganz so gut klappte, belegte man beim Tretbootfahren die Plätze 3 und 4 nachdem bei den Halbfinals der Traum von einem rein Wilhelmsfelder Finale geplatzt war. Beim Indiaca-Turnier ließ man sich den Sieg jedoch nicht nehmen.
Ein besonderer Erfolg stellte für uns der 3. Platz bei der Jugendstafette "Rhein-Neckar-Cup" dar, der uns zur Teilnahme am Kreisentscheid berechtigen sollte.
Dieser wurde jedoch immer wieder verschoben. Und schließlich wurde das Ergebnis des Vorentscheids 2006 ignoriert und am Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar 2007 unter den dort teilnehmenden Jugendfeuerwehren ein neuer Vorentscheid mir anschließendem Kreisentscheid durchgeführt.
Auch der starke Protest von Jugendfeuerwehrwart Backfisch, der über einen Schriftwechsel zum einem persönlichen Gespräch mit dem Kreisjugendfeuerwehrwart endete, konnte die große Enttäuschung darüber nicht wieder gutmachen. Man hatte das Gefühl, um die Teilnahme am Kreisentscheid betrogen worden zu sein, nur weil man nicht am Kreiszeltlager teilnahm.

2007 führte uns ein Tagesausflug ein weiteres Mal in den Europa-Park.

Regelmäßig alle zwei Jahre geht es für die Kinder und Jugendlichen ins Bereichszeltlager. So nahm man in den Jahren 2008, 2010 und 2012 daran teil.

Im Anschluss an die Hauptübung 2008 wurde Jugendfeuerwehrwart Markus Backfisch mit der silbernen Ehrenmedaille der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar ausgezeichnet.

Im Januar 2009 gab es nicht nur einen Generationenwechsel in der Leitung der Wehr, sondern auch einen Führungswechsel bei der Jugendfeuerwehr.
Markus Backfisch war bei der Jahreshauptversammlung als Nachfolger für Reiner Hertel zum Kommandant gewählt, dessen riesigen Fußstapfen es nun zu füllen galt.
Reiner Hertel hatte viel für die Jugendfeuerwehr getan; ihm hatte sie viel zu verdanken!

So gab Markus Backfisch nach 12 Jahren Jugendfeuerwehrarbeit, 11 davon als Jugendfeuerwehrwart, die Leitung der Jugendfeuerwehr an Dina Lindner ab, die damit nicht nur die erste Frau in der Wehr, sondern auch erste Jugendfeuerwehrwartin in Wilhelmsfeld war. Stellvertreter blieb Thomas Döringer. Als Helfer kam Thomas Reinhard hinzu.
Markus Backfisch wurde an der Hauptübung mit der silbernen Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg geehrt.
Dina Lindner und Thomas Döringer wurden für ihre Arbeit mit der Ehrenmedaille der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar in Bronze ausgezeichnet.

Der erste Ausflug des neuen Teams führte im September in den Klettergarten nach Viernheim.

Seit 2010 verstärkt Thomas Reibold das Betreuerteam, welcher beim US Fire Department seinen Dienst versah. So konnte man dank ihm im November 2011 einen Ausflug zum US Fire Department in Mannheim durchführen.

Zum Festbankett anlässlich der 75 Jahr Feier der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsfeld am 26.3.2011 wurden Dina Lindner und Thomas Döringer mit der Ehrenmedaille der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar in Silber ausgezeichnet.

Seit 2011 wird die Jugend tatkräftig durch Mike Jüngling als Betreuer unterstützt.

2012 befandet sich die Jugendfeuerwehr nun erneut in einem Jubiläumsjahr, welches mit einem Familienfest am 23.06.12 am Hirschwald gefeiert wurde. So gab es viele Spielmöglichkeiten, Infos, Fahrten mit deutschen und amerikanischen Feuerwehrautos sowie Speisen und Getränke. Und auch bei diesem Jubiläum sollte es neue Kleidung geben. So gelang es Dina Lindner durch Spenden finanzierte T-Shirts für die Jugendfeuerwehr zu organisieren.

Das Jahr 2013 sollte dann das schwierigste Jahr in der Geschichte der Jugendfeuerwehr werden.
Zunächst hatte Thomas Reibold durch Wegzug und Thomas Reinhard aus beruflichen Gründen ihre Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr im Ende des Jahres 2012 beenden müssen.
Thomas Döringer hatte bereits seit einiger Zeit nicht mehr die Zeit für die Jugendarbeit gefunden.Schließlich gab Dina Lindner auch noch das Amt als Jugendfeuerwehrwartin zum Jahresende auf, sodass die Jugendfeuerwehr zu Jahresbeginn ohne Führung war.

Bei einem Krisengespräch im November 2012 hatten sich einige Gruppenführer und Maschinisten bereit erklärt, sich im Jahr 2013 um die Jugendfeuerwehr zu kümmern. Kommandant Backfisch übernahm die administrativen Aufgaben.
Unter Anderem halfen hier das Jahr über Markus Backfisch, Peter Weidenhüller, Achim Roth, Mirco und Jens Helfrich, Dominik Handl, Dina Lindner und Gerhard Laier bei den Übungen der Jugend mit. Besonders ist hier der Einsatz von Denis Bertich und Reiner Hertel zu nennen, die sich im Jahr 2012 sehr stark in der Jugendarbeit engagiert haben.

So konnte zum ersten Mal im Frühjahr eine gemeinsame 24h-Übung (Berufsfeuerwehrtag) sowie eine Großübung mit den Aktiven zusammen realisiert werden, was die Verbindungen zwischen Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr stärkte.
Ebenso gab es einen Tagesausflug in den Erlebnispark Tripsdrill und einen Besuch bei der Berufsfeuerwehr Heidelberg.

Gegen Ende des Jahres 2013 zeichnet sich nun eine personelle Lösung für die Leitung der Jugendfeuerwehr ab.
So wird Mirco Helfrich zu Jahresbeginn 2014 die Leitung der Nachwuchsabteilung übernehmen. Markus Backfisch wird ihn in organisatorischen Aufgaben und die Maschinisten und Gruppenführer bei Übungen unterstützen.

In den mehr als 20 Jahren ihres Bestehens hat sich die Jugendfeuerwehr fest im Gemeindeleben verankert. Ihre Mitwirkung beim Fastnachtsfeuer, dem Sommertags- und Martinszug sind zu festen Bestandteilen im Jahr geworden.
Ihren Beitrag zur Sicherheit im Ort leistet die Jugendfeuerwehr durch ihre Hilfe bei der Hydrantenwartung. Auch innerhalb der Wehr hat die Jugendfeuerwehr durch die Teilnahme an Maiausmarsch, Hauptübung und der Hilfe bei Festen ihren festen Platz. Mit derzeit 18 Kindern und Jugendlichen können wir optimistisch in die Zukunft schauen.

Wichtigste Einnahmequelle seit jeher ist nach wie vor die alljährliche Christbaumaktion. Durch die eingenommenen Spenden konnte die Jugendfeuerwehr bisher alle Ausflüge, Zeltlager und Wochenendtrips bezahlen, ohne einen Mitgliedsbeitrag oder einen sonstigen Zuschuß der Eltern oder der Gemeinde zu benötigen. So kann es speziell auch Kindern und Jugendlichen aus kinderreichen oder sozial schwachen Familien ermöglicht werden, "Nachwuchsbrandschützer" zu werden. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen im Alter von 7 bis 17 Jahren für die Feuerwehrarbeit zu begeistern.
Natürlich mit Teamgeist und einer großen Portion Spaß. Und so soll es auch in Zukunft bleiben.

Markus Backfisch, Kommandant
geändert am 10. 11. 2013